Stormhaus © Klaus BöllingHusum - die graue Stadt am Meer, die Stadt in der die Spuren Theodor Storms allgegenwärtig sind. Im Haus in der Wasserreihe, dem kleinen Gässchen in Hafennähe lebte und arbeitete der 1817 in Husum geborene Dichter viele Jahre. Heute ist hier das Storm-Museum untergebracht, die Räume sind originalgetreu hergerichtet, Handschriften, Möbel, Bilder - hier kann man sich in die Zeit Theodor Storm zurückversetzen. Nicht zuletzt steht hier der Schreibtisch, den der Dichter zu seinem siebzigsten Geburtstag erhielt und dessen Schnitzereien Emil Nolde fertigte als er noch Emil Hansen hieß und als Schnitzer bei der Flensburger Werkstatt Sauermann arbeitete.

Aber nicht allein wegen Storm lohnt der Besuch Husums, denn Storms graue Stadt ist alles andere als grau, sondern ein lebendiges Städtchen, dessen Innenstadt zum Bummeln und Shopping einlädt. Am Hafen finden sich Fischgeschäfte und Buden, die alle möglichen Fischbrötchen anbieten, das moderne Rathaus ist ein gut gelungener Kontrast zu den älteren Häuser an der anderen Hafenseite.
In Hafennähe gibt es ein Schifffahrtsmuseum. Ein weiteres interessantes Museum ist das Nissenhaus, das nordfriesische Museum mit vielfältigen Ausstellungsräumen vom Küstenschutz bis zur Geologie, vom Lebensraum Wattenmeer bis zur Bauweise typischer friesischer Haubarge. Das Ostenfelder Bauernhaus zeigt ein rekonstruiertes historisches Bauernhaus und bietet Einblick in das Leben der friesischen Bauern.Hafen Husum © Klaus Bölling

Und nach dem Museumsbesuch setzt man sich einfach mit einem frischen Krabbenbrötchen auf die Kaimauer am Hafen, sieht wie die Sonne hinter den Silotürmen des Getreidehafens versinkt und lässt die Beine baumeln ...